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Ein Leben für das Unternehmen

Josef Mörz feierte seinen 75. Geburtstag

Oft sind es Geburtstage, die dazu veranlassen, innezuhalten, dem hektischen Alltagsleben für einen kurzen Moment den Rücken zu kehren und zurückzublicken, wie durch mutiges und entschlossenes Handeln das eigene Leben und das vieler anderer Menschen beeinflusst wurde.

Am 3. Oktober feierte Josef Mörz seinen 75. Geburtstag – und wenn er sein Leben betrachtet, darf dies mit einer tiefen Zufriedenheit, Glück und Stolz geschehen, denn Josef Mörz schrieb Erfolgsgeschichte.

Die MÖRZ Metallbearbeitungs GmbH in Neuburg/Kammel ist heute ein international agierendes Unternehmen und liefert hochprofessionelle Einhausungssysteme für Schall- und Spritzschutz in die ganze Welt. MÖRZ Metallbearbeitungs GmbH steht für die Planung und die Realisation individuellster Gesamtkonzepte und wird von Industriekunden weltweit als zuverlässiger, kompetenter und innovativer Partner geschätzt.

Eine derartige Position auf dem hart umkämpften Weltmarkt zu erreichen und auch zu erhalten, bedarf enormen unternehmerischen Gespürs. Josef Mörz hat eine Menge davon. Er legte den Grundstein für diese Erfolgsgeschichte und ebnete seiner Tochter Christine, die heute das Unternehmen erfolgreich – und ganz in seinem Sinne weiterführt – den Weg.

Meilensteine eines erfolgreichen Lebens

Am 03.10.1939 wurde Josef Mörz als fünftes Kind von Josef und Kreszentia Mörz in Edelstetten geboren. Von 1945 – 1953 besuchte er die Hauptschule, welche er mit erfolgreichem Abschluss beendete. Im Jahr 1953 begann er im elterlichen Betrieb eine Ausbildung zum Schmiedegesellen, 1956 schloss er diese mit dem Gesellenbrief ab. Ab 1956 arbeitete Josef Mörz im elterlichen Betrieb und absolvierte regelmäßige Fortbildungslehrgänge im Landmaschinen- und Schlepperbereich.

Im Jahr 1964 heiratete er seine große Liebe Renate Altstetter aus Langenhaslach und übernahm noch im selben Jahr den Schmiede- und Landmaschinenbetrieb seines Vaters.
Spätestens jetzt zeigte sich der ungebrochene Ehrgeiz von Josef Mörz: Die Jahre 1965 und 1966 waren angefüllt mit seinem Meisterlehrgang bei der Handwerkskammer Augsburg, den er mit dem Meisterbrief als Schmiede- und Maschinenmeister erfolgreich abschloss. Das Jahr 1966 war aber nicht nur von beruflichem Erfolg geprägt, vielmehr wurde dieser durch die Geburt seines Sohnes Josef beinahe überlagert.­ Dann wollte Josef Mörz weiter auf seiner Karriereleiter und bildete sich von 1966 – 1968 in einem Meisterlehrgang zum Drehermeister – natürlich mit Erfolg – weiter. Im selben Jahr seines Ab- schlusses wurde auch die Produktpalette im Unternehmen erweitert und die Lohndreherei kam hinzu. Außerdem wurde aus dem Unternehmen eine Personengesellschaft. Dann war wieder Zeit für privates Glück: 1968 erblickte Tochter Christine das Licht der Welt. 1972 traf Josef Mörz eine weitere unternehmerische Entscheidung und beendete den Schmiede- und Landmaschinenbetrieb. 1978 war das Jahr für private Veränderung – die Familie Mörz zog in ihr neues Eigenheim nach Neuburg/Kammel. Im April 1979 erfolgte die Umfirmierung der Josef Mörz Personengesellschaft in die Metallbearbeitung Josef Mörz in Edelstetten.

Und dann kamen die Jahre, in denen sich das Unternehmen – zunächst teilweise – in Neuburg ansiedelte. 1984 wurde in der Josef-Weilbach-Str. 4 in Neuburg die 1. Fertigungshalle gebaut und mit der Fertigung von Blech- und Stahlbau begonnen. Bereits am 1. März 1986 wurde das Angebotsportfolio um die Fertigung von Schallschutzanlagen – Einhausungssystemen erweitert. Auch dieser Entschluss von Josef Mörz erwies sich als goldrichtig – 1991 wurde die 2. Fertigungshalle gebaut, in welcher der neue Lackiererei- und Verpackungsbereich untergebracht wurde. 1995 fand der Verkauf der Lohndreherei in Edelstetten an 2 verdiente Mitarbeiter statt, da sich die Unternehmensschwerpunkte nun ganz eindeutig verlagert hatten. Berufliche Bildung ist seit jeher etwas, das Josef Mörz am Herzen liegt und wofür er einsteht. Mit großer Leidenschaft wirkte er jahrelang im Prüfungsausschuss in Dürrlauingen. In all den Jahren legte er großen Wert darauf, qualifizierten Nachwuchs auszubilden und diesen dann in eine Festanstellung zu übernehmen. Dass auch diese Unternehmensphilosophie von Erfolg geprägt war, zeigte auch die Aufmerksamkeit von höherer Stelle: 1995 erhielt Josef Mörz vom damals amtierenden Bundespräsidenten Roman Herzog eine Auszeichnung für verdiente Förderer der beruflichen Bildung.

Der Erfolg bei Mörz ging ungebremst weiter:
1999 wurde die 3. Fertigungshalle gebaut. Josef Mörz spürte sehr genau, dass jetzt der richtige Zeitpunkt war, um über eine Nachfolgeregelung nachzudenken. Und so trat er im Januar 1999 49% der Geschäftsanteile an seine Tochter Christine ab, die seit Jahren an seiner Seite im Unternehmen arbeitete. Er selbst blieb Geschäftsführer und Teilhaber mit 51%. Jetzt, mit seiner Tochter in dieser Position, gab es kein halten mehr, mit Vater und Tochter fand das Unternehmen endgültig den Weg raus aus der Mitte.

2012 erfolgte der Bau der 4. Fertigungshalle. Josef Mörz wusste, seine Tochter wird seine Erfolgsgeschichte weiterschreiben und trat weitere Geschäftsanteile an sie ab.

Nicht viele Unternehmer können auf ein derart erfolgreiches Unternehmerleben zurück- blicken und so mag sich manch einer fragen, was denn das Erfolgsrezept dafür sein mag. Fleiß, Intelligenz, unternehmerisches Gespür, Innovationskraft – ja, alle diese Dinge zählen mit Sicherheit dazu. Denn es sind immer mehrere Aspekte, die ein Unternehmen dauerhaft zum Erfolg führen und die Symbiose aus fachlicher Kompetenz, der Forschung und Entwicklung, der hohe Grad der Spezialisierung und Individualisierung sind Attribute, die MÖRZ seit vielen Jahren beeindruckende Marktanteile sichern. Doch ohne die hohe Sozialkompetenz und das Verantwortungsbewusstsein gegenüber Geschäftspartnern und Mitarbeitern wäre dies alles nicht möglich. Denn sowohl Vater als auch Tochter waren und sind sich jeden Tag darüber bewusst, dass es nur die Menschen sind, die den einzigen Unterschied zwischen den Unternehmen ausmachen.

Und dann ist da noch die Frau von Josef Mörz, Renate Mörz, die all die Jahre ein zuverlässiger Fels in einem oft stürmischen Unternehmeralltag war. Die es verstand, auszugleichen, Balance zu halten und die mit allen Problemen, Schwierigkeiten und Nöten bestens vertraut war, da sie fest in den Unternehmensalltag integriert war. Sie schaffte es unermüdlich, Kraft zu geben, wenn auch mal die Müdigkeit sich einschlich.

75 Jahre Leben und davon 50 Jahre in Zweisamkeit – nicht nur beruflich ist das Leben von Josef Mörz ein Erfolg – auch das private Glück blieb. Und jetzt gilt es zu hoffen und zu wünschen, dass noch unendlich viele Jahre in Gesundheit und in Zweisamkeit folgen. Freude eben…