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Ein Unternehmen mit Format

Fa. MÖRZ liefert Einhausungssysteme für Lockheed Martin/USA


Seit 1986 positioniert sich die Fa. MÖRZ Metallbearbeitungs GmbH aus Neuburg/Kammel mit der Entwicklung, Projektierung, Fertigung und Montage von Einhausungssystemen für Schall-, Spritz- und Sicherheitsschutz nachhaltig positiv am Weltmarkt.
In diesem Jahr realisierte das familiengeführte Unternehmen den größten Einzelauftrag in der Firmengeschichte.
Im Auftrag eines namhaften deutschen Herstellers von Bearbeitungs­zent­­ren – der Firma DST Produktbereich Droop + Rein – fertigte MÖRZ für den Endkunden Lockheed Martin, einer der größten amerikanischen Flugzeug­hersteller, ein perfektes Einhausungssystem mit umfangreichen individu­ellen Lösungsaufgaben.

Das Bearbeitungszentrum, für welches MÖRZ ein Einhausungssystem entwickelte, projektierte, fertigte und montierte steht im Hochsicherheitsbereich von Lockheed Martin Texas. Dies bedeutet, dass höchste Anforderungs­profile, sowohl an die Maschine, als auch an die Einhausung, gestellt werden.
Die Erfüllung von Kriterien an Schall- und Spritzschutz, Arbeits- /Mitarbeiterschutz und eine gleichbleibende Temperierung mittels Klimatisierung ist Voraussetzung für eine Hochpräzisionsbearbeitung der Werkstücke, die auf dem Bearbeitungszentrum erzielt werden soll.

Allein schon die Maße der Einhausung sind imponierend:
40 m lang, 19 m breit und 9,5 m hoch,
untergliedert mit einer Vielzahl automatischen Tor­systemen in Bearbeitungsbereich, diverse Paletten- Rüst- und Reinigungsplätzen, sowie Räumlichkeiten für Werkzeugbereitstellung und Bedienung.

Eine zusätzliche Herausforderung war die optische Anpassung an die bereits vorhandenen baulichen Gegebenheiten: Fingerspitzengefühl und Know-­how waren gefragt, um eine optimale Integration in das bestehende Arbeitsumfeld optisch und ablauftechnisch sicher zu stellen. Die Einhaltung von nationalen und internationalen Normen und Sicherheitsvorschriften sind bei einem solchen Auftrag natürlich Grundvoraussetzung.

Die Klimatisierung der Gesamtanlage auf 21°C +/- 1K musste zwingend kons­tant eingehalten werden. Auf dem begehbaren Dach – mit Zugang über Wartungsbühnen und Treppen – garantieren insgesamt ca. 15,5 t Klimatechnik eine konstante Temperatur in allen Bereichen der Einhausung, damit eine gleich­bleibende Genauigkeit über die gesamte Größe der zu bearbeitenden Bauteile gewährleistet ist.

Kleine automatische, pneumatisch angetriebene Werkzeugwechseltüren waren genauso Bestandteil dieser gigantischen Maschinenverkleidung, wie Service-Türen, durchwurfsichere Rolltore und Hangartore von einer stützenfreien Breite bis 15 m. Nur um Service- und Reparaturarbeiten an der Bearbeitungsmaschine durchführen zu können, wurde ein flächendeckender Brückenkran in die Bearbeitungshalle eingebaut.

Und noch weitere Zahlen belegen eindrucksvoll das Ausmaß des Projekts: 1071 Positionen mit insgesamt 24.500 Einzelteilen wurden in die USA versandt. Das Gewicht der Einhausung lag bei 140 Tonnen, davon entfielen allein auf den Stahlbau über 40 t. Die Gesamtfläche der Wandelemente waren 2.860 m² und im Ganzen wurde eine Fläche von 6.200 m² pulverbeschichtet.

So „traten“ nach einer Fertigungszeit von nur 7 Wochen 83 Paletten in 15 Containern die lange Reise an.
Der erste Transportabschnitt erfolgte mittels LKW nach Antwerpen und von dort per Schiff weiter nach Houston. Dort wurden die Container erneut auf LKWs verladen, wo sie nach Ankunft an ihren Zielort in Texas/USA dem Endkunden ausgeliefert wurden. Die logistische Herausforderung lag im Speziellen darin, dass immer nur maximal 2 Container auf der Baustelle gelagert werden konnten. Erst nachdem diese Paletten verarbeitet waren, durften neue Container geordert werden. Durch eine optimale Ablauforganisation und strukturierten Prozessablauf konnte die Firma MÖRZ in einem Zeitraum von 3,5 Monaten das Projekt mit nur 4 MÖRZ-Monteuren, die sowohl die eigenen MÖRZ-Produkte montierten, als auch die Leitung von 7 amerikanischen Zuliefern realisieren mussten, erfolgreich abschließen.

MÖRZ kann auf enorm viel Erfahrung im Bereich Einhausungssysteme für Schall- und Spritzschutz zurückgreifen. Die Symbiose aus fachlicher Kompetenz, Forschung und Entwicklung und der hohe Grad der Spezialisierung und Individualisierung sind Attribute, die MÖRZ seit vielen Jahren beeindruckende Marktanteile sichern und ausschlaggebende Kriterien für die Auftragsvergabe des Projektes Lockheed Martin waren.

Schwerpunkt der täglichen Arbeit bei MÖRZ ist die Realisation individueller Gesamtkonzepte. Dabei werden sämtliche Arbeitsschritte – von der Kundenberatung über Entwicklung/Konstruktion, Fertigung und Lackierung bis hin zur Montage – ausschließlich mit hausinternen Mitarbeitern durchgeführt. MÖRZ liefert an Industriekunden auf der ganzen Welt ganzheitliche Komplettlösungen. Die Projektrealisation für Lockheed Martin war der bisher größte Einzelauftrag. Die Fa. MÖRZ hat dadurch eindrucksvoll bewiesen, dass auch eine derartige Anforderung für das 40-köpfige Unternehmen kein Problem darstellt.